Unsere Kinder dürfen nicht zu den heimlichen Opfern der Pandemie werden

Es braucht dringend ein Sofortprogramm, um zu erfassen, was während des Lockdowns hinter verschlossenen Türen wirklich passiert ist.

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Zur polizeilichen Kriminalstatistik 2020

Natürlich ist der Rückgang der Kriminalität insgesamt erfreulich – in Corona-Zeiten aber auch nicht völlig überraschend. Dass bei geschlossenen Geschäften die Ladendiebstähle zurückgehen und auch Einbrecher eine schwere Zeit haben, wenn niemand mehr in den Urlaub fährt, dürfte klar sein. Besorgniserregend ist allerdings, dass Kinder immer mehr zu Opfern werden. So ist die Zahl bei sexueller Gewalt gegen Kinder um 15,8% gestiegen. Auch die Zahl der misshandelten Kinder ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 6% gestiegen. Und ich befürchte, dass das nur die Spitze des Eisberges ist. Bedingt durch Lockdown, Kita- und Schulschließungen dürfte sich das Dunkelfeld noch deutlich dramatischer entwickelt haben. Insofern bin ich hochgradig alarmiert durch den starken Anstieg der bekanntgewordenen Fälle. Deshalb braucht es dringend ein Sofortprogramm, unter anderem der Jugendämter, um zu erfassen, was während des Lockdowns hinter verschlossenen Türen wirklich passiert ist, um auch schnelle Hilfen zu ermöglichen. Unsere Kinder dürfen nicht zu den heimlichen Opfern der Pandemie werden. Gleichzeitig braucht es mehr Ermittler:innen im Netz. Neben Wirtschaftsstraftaten mit erheblichen Sachwerteschäden gib tes dort einen riesigen Schwarzmarkt im Bereich der Kinderpornografie. Dadurch erleiden die Schwächsten unserer Gesellschaft seelische Schäden mit Folgen für das ganze Leben!