Sport in Coronazeiten

Als sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion setze ich mich dafür ein, dass die Wichtigkeit von sportlicher Betätigung in Abwägung zu epidemiologischen Risiken mehr in den Mittelpunkt des sportpolitischen Handelns rückt!

Bild: Plato Terentev (pexels)

Am 10. März fand die ganztägige Expert:innenanhörung im Innen- und Rechtsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages statt. Die Beiträge brachten viele bedenkenswerte Anregungen aus den Reihen der Sportwissenschaft, der Sportmedizin und der Sportverbände und -vereine. Seit Beginn der Pandemie bis in diesen Sommer hinein sind uns in Schleswig-Holstein 30.000 Kinder für das Erlernen des Schwimmens verloren gegangen. Gleichzeitig können Rettungsschwimmer:innen im Moment vielfach nicht ausgebildet werden, da viele Schwimmbadbetreiber:innen das Wasser aus ihren Becken gelassen haben. Damit geht auch den Rettungsschwimmer:innen eine Generation aktiver Retter:innen verloren. Ein überlegenswerter Ansatz wäre es, landesseitig Anreize für den Betrieb von Schwimmbecken für Schulen, Schwimmkurse und Rettungsschwimmer:innen zu schaffen. Vor allem sollten auch Kinderschwimmkurse sofort wieder laut Landesverordnung erlaubt werden. Gegebenenfalls könnte mit einem Betriebskostenzuschuss die Badsaison verlängert und Schwimmzeiten für die Rettungsschwimmer:innen und Schwimmkurse geschaffen werden. Dr. med. Burkhard Weisser, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft an der CAU (Christian-Albrechts-Universität), verwies auf die guten Hygienekonzepte der Sportvereine im Allgemeinen und auf die Ungefährlichkeit des Sports im Wasserbecken in Bezug auf Aerosolverbreitung im Besonderen. „Als sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion setze ich mich dafür ein, dass die Wichtigkeit von sportlicher Betätigung in Abwägung zu epidemiologischen Risiken mehr in den Mittelpunkt des sportpolitischen Handelns rückt!“, sagt dazu Kathrin Bockey. Sie ergänzt: „Auch die von allen Angehörten geäußerte Empfehlung, auf Hallensperrungen während der Ferien in dieser Zeit zu verzichten, halte ich im Sinne der Kinder und Jugendlichen für sehr wichtig. Sie sind es, die in dieser Zeit besonders viele Entbehrungen tragen müssen.“