Wohin mit Frust und Kummer? -Mehr psychosoziale Betreuungsmöglichkeiten für die Bediensteten der Polizei!

Polizist:innen in unserem Land sind zunehmend erheblichen Belastungen in ihrem beruflichen Alltag ausgesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass sie Einsätze gemeinsam mit fachkundiger Begleitung nachbereiten können.

Bild: fsHH (pixabay)

Immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft sind offensichtlich der Meinung, dass man Polizist:innen grenzenlos beleidigen, bedrohen und verletzen darf. Jenseits von strafrechtlichen Aspekten gerät dabei die Erkenntnis oft ins Hintertreffen, dass Polizist:innen „wie Du und ich“ Menschen mit Gefühlen sind. Auch ohne die Ergebnisse der jetzigen Studie dürfte es offensichtlich sein, dass Polizist:innen in unserem Land zunehmend erheblichen Belastungen in ihrem beruflichen Alltag ausgesetzt sind. Deshalb ist es wichtig, dass Polizist:innen Einsätze gemeinsam mit fachkundiger Begleitung nachbereiten können. Bisher ist die psychologische Begleitung von Polizist:innen in Schleswig-Holstein personell unzureichend. Eine Diplompsychologin, die nicht einmal eine Vertretung hat, bestreitet den Landes psychologischen Dienst der Polizei im Alleingang. Das geht so nicht und deshalb fordern wir nicht zum ersten Mal die Aufstockung des Personals an dieser Stelle. Es freut uns besonders, dass die Forderung nach mehr psychologischen Entlastungsmöglichkeiten aus der beruflichen Vertretung der Polizei selbst kommt. Wir unterstützen die Forderung nach mehr Personal in diesem Bereich, dies würde auch die bessere Vernetzung von bereits bestehenden Strukturen (Polizeibeauftragte u.a.) zur Betreuung von Polizist:innen im beruflichen Alltag ermöglichen.