Impfstrategie muss verbessert werden!

Ich möchte gern, dass Sie sich in die Lage der Menschen in meinem Wahlkreis, im Lauenburgischen, insbesondere im Süden des Wahlkreises, versetzen. Wir haben dort ein chaotisches Telefonverfahren, wir haben ein chaotisches Internetverfahren, und wir haben nur eines von zwei Impfzentren.

Bild: nastya_gepp (pixabay)

Akzeptanz für die Impfstrategie und die Corona-Maßnahmen stärken (Drs. 19/2670)

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Ich möchte mich zunächst einmal ausdrücklich für die Worte von Herrn Kalinka an dieser Stelle bedanken, denen ich aus Sicht der Seniorinnen und Senioren und Betroffenen aus meinem Wahlkreis gern etwas hinzufügen möchte.

Herr Koch, ich bin befremdet darüber, dass Sie einem – wie Sie selbst wortwörtlich sagen – „chaotischen Telefonverfahren“ den Vorzug geben vor einem Verfahren, das sich ein CDU-Gesundheitsminister in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgedacht hat, noch dazu ein Gesundheitsminister, der aus der Krankenpflege kommt. Da könnte man grundsätzlich sagen: Das verdient einen Vertrauensvorschuss, selbst wenn es nicht das eigene Bundesland ist. Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Erkenntnisse einer Impfung nach Alphabet in Mecklenburg-Vorpommern nehmen; Eine Impfung in Mecklenburg-Vorpommern findet nach Alter statt, und so werden dort auch die Einladungen verteilt.

Ich möchte gern, dass Sie sich in die Lage der Menschen in meinem Wahlkreis, im Lauenburgischen, insbesondere im Süden des Wahlkreises, versetzen. Wir haben dort ein chaotisches Telefonverfahren, wir haben ein chaotisches Internetverfahren, und wir haben nur eines von zwei Impfzentren. Es wurde gesagt, wir hätten nur die Kapazitäten und Impfdosen für ein Impfzentrum, deswegen machen wir jetzt erst einmal nur eins auf. Das bedeutet, dass die Seniorinnen und Senioren in meinem Wahlkreis dazu verdonnert sind, sich einen Wecker zu stellen – das ist so geschehen -, um 0 Uhr zu versuchen, im Internet einen Impftermin zu buchen. Vertröstet wurden sie um 0:01 Uhr auf 8 Uhr morgens. Wer morgens um 8 Uhr bei der entsprechenden Hotline anrief, wurde vertröstet auf in einer Woche. Wenn es möglich gewesen wäre, einen Impftermin telefonisch oder im Internet zu buchen, was flächendeckend und breit angelegt nicht ging, hätten Seniorinnen und Senioren aus meinem Wahlkreis deutlich weiter fahren müssen, und das gegebenenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln, als wenn die Impfzentren, die vorgesehen waren, in Betrieb genommen worden wären. Ich verstehe jedes Problem, das wir aufgrund von mangelnden Impfdosen et cetera haben, aber was ich nicht verstehen kann, sind die Art und Weise und der Zynismus, mit denen die Debatte hier geführt wird.