Besuch des Olympiastützpunktes in Hamburg

Bild: Tabble (pixabay)

Anfang September habe ich den dritten Olympiastützpunkt im Verbund Hamburg/Schleswig-Holstein besucht. Begleitet hat mich Juliane Timmermann (sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft). Der Hamburger Stützpunkt ist der Hauptsitz und bietet jungen Athlet*innen mit sehr guter sportlicher Perspektive (in den Bereichen Schwimmen, Judo, Handball, Beachvolleyball, Basketball, Badminton und Volleyball) die Möglichkeit, hier zu wohnen, zu trainieren und ihren Schulabschluss an der örtlichen Stadteilschule zu erwerben.

Sie ist eine sogenannte Eliteschule des Sports und ermöglicht es den Athlet*innen Sport und schulische Laufbahn besser miteinander zu vereinbaren. Nicht weniger wichtig als der Abschluss ist die darauffolgende berufliche Ausbildung. Es kommt darauf an etwas in der Hand zu haben, wenn die sportliche Karriere beendet ist.

Dafür habe ich mich mit Lars Soltek (Leiter des Sportinternats Hamburg) und den beiden Schwimmern Alexander Eich und Leon Irmer getroffen. Die beiden 17-jährigen streben das Abitur an und haben sich für das getreckte Abitur entschieden. Das bedeutet, die Oberstufe in sechs statt vier Semestern zu absolvieren und somit mehr Zeit für das Training zu haben. Viele Hochschulen kommen Leistungssportlern entgegen, wenn sie sich für ein Studium entscheiden. Eich und Irmer können sich eine Laufbahn bei der Polizei oder der Bundeswehr vorstellen.

Doch was ist mit Athlet*innen, die Interesse an einer Ausbildung haben? Darum geht es in meinem Antrag „Berufliche Perspektiven für Spitzensportler*innen fördern“. Ausbildungsplätze bei Landesbehörden und in der freien Wirtschaft sind so gut wie nicht vorhanden. Soltek erklärt, dass am Stützpunkt in Hamburg fast alle Sportler*innen das Abitur machen und danach studieren möchten. Das hänge aber stark mit den angebotenen Sportarten zusammen. Schwimmen sei ein Sport, der im Leistungsbereich fast ausschließlich von jungen Menschen aus Akademikerfamilien ausgeübt werde. Bei anderen Sportarten sehe das wieder ganz anders aus. Daher begrüßt er das Vorhaben weitere Angebote zu schaffen.